Für einen führenden Hersteller von Verbindungstechnik wurde ein Proof of Concept zur Verarbeitung und Montage von Louver Bändern entwickelt. Ziel des Projekts war es, die technische Machbarkeit des Prozesses abzusichern und gleichzeitig eine praktikable Lösung für die teilautomatisierte Fertigung kleinerer Stückzahlen zu schaffen.
Im ersten Prozessschritt wird das Louver Band definiert über eine Bandzentrierung in die Vorrichtung eingeführt. Eine Messuhr ermöglicht dabei die präzise Einstellung der vorgesehenen Ausgangsposition. Anschließend wird das Band an der definierten Stelle getrennt und das abgetrennte Bandstück über einen Auswerfer aus der Vorrichtung transportiert. Für die anschließende Montage wird das Gehäuse in die Vorrichtung eingesetzt und das Louver Band mit der definierten Orientierung in den Biegeblock eingelegt. Über den Montagedorn und die Biegeelemente wird das Band kontrolliert geformt und in das Gehäuse eingeführt.
Der Prozess wurde dabei so ausgelegt, dass die einzelnen Bearbeitungsschritte kontrolliert und reproduzierbar durch den Bediener unterstützt durchgeführt werden können. Gleichzeitig wurden potenzielle Fehlerzustände betrachtet und entsprechende Prüf- und Ausschleusmöglichkeiten in das Konzept integriert. Ein wesentlicher Bestandteil des POCs war die Überprüfung der korrekten Montage des Louver Bands. Über die Stellung des Montagedorns lässt sich erkennen, ob das Band vollständig in das Gehäuse eingeführt wurde. Bei einem fehlerhaften Montagezustand wird das Gehäuse nicht für den weiteren Prozess freigegeben und kann gezielt entnommen bzw. nachbearbeitet werden.
Die Lösung stellt damit einen praxisnahen Zwischenschritt zwischen manueller Fertigung und vollständiger Automatisierung dar. Sie ermöglicht die wirtschaftliche Herstellung kleinerer Stückzahlen und schafft gleichzeitig eine belastbare Grundlage für eine mögliche spätere Automatisierung des Prozesses.